Yggdrasil

Yggdrasil, die Weltenesche, ist die Verkörperung der Schöpfung als Gesamtes: räumlich, zeitlich und inhaltlich. Er ist der Weltenbaum, weil er im Zentrum der Welt steht und alle Welten miteinander verbindet. Als Weltachse (axis mundi) verbindet er die drei Ebenen Himmel, Mittelwelt und Unterwelt. Als Himmelsstütze stützt er das Himmelsgewölbe. Die Edda nennt ihn auch den Massbaum. Die Welt reicht nur so weit wie seine Zweige und Wurzeln reichen und die Schöpfung besteht nur solange wie er besteht: ein Sinnbild der Raumzeit. Yggdrasil ist auch ein Sinnbild des Lebens an sich, und von Vergehen und Werden, der Wiedererneuerung des Lebens. Die Tiere am Baum nehmen von seiner Lebenskraft, die drei Nornen besprengen ihn mit dem heiligen Wasser des Urbrunnens und schenken ihm immer wieder neue Lebenskraft. Da Yggdrasils Leben sich immer wieder erneuert oder weil Yggdrasil immergrün ist, ist die Weltenesche auch ein Sinnbild der Unsterblichkeit. Durch Odins Selbstopfer wird Yggdrasil zum Opferbaum. Da Odin sich selbst am Baum aufhängt, um das geheime Wissen bei den Wurzeln Yggdrasils zu erlangen, kann man in Yggdrasil auch einen Wissensbaum sehen, über den man zum geheimen Wissen gelangt.

EPONA

Während die Bauern der Megalith-Kultur an erster Stelle die grosse Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin (Magna Mater) verehrten, scheint deren Bedeutung in der Eisenzeit deutlich abgenommen zu haben. Jedenfalls gibt es in West- und Mitteleuropa wesentlich weniger eisenzeitliche Funde von Figuren der Magna Mater als aus der vorangehenden Bronzezeit. Bei den Kelten scheinen bei jedem Stamm eigene Stammesgottheiten wichtig gewesen zu sein, Kenntnisse über die damit im Detail verbunden Vorstellungen haben wir aber nicht. Die Helvetier verehrten unter anderen Epona, die Göttin der Pferde.

Epona
Epona