Baumhoroskop

Der keltische Baumkreis

Der keltische Baumkreis auch als das keltische Baumhoroskop erklärt, wird nach dem Verlauf der Sonne in verschiedene Phasen aufgeteilt die sich in 22 Bäumen erklärt. Es erklärt nicht die Tage eines Einzelnen, sondern gibt einen Ausblick auf die Emotionen, Stärken und Schwächen im ganzen Leben.

Die Kelten waren sehr naturverbunden und Bäume hatten für sie eine besondere Bedeutung. Jedem Baum wurden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. Diese sind für alle charakteristisch, die in einem bestimmten Zeitabschnitt geboren wurden. Mit der Zeit hat sich eine Art „Baumhoroskop„, in Form des keltischen Baumkreises herauskristallisiert, die bis heute überliefert ist.

Noch heute zeugen Redewendungen vom einstigen nahen Verhältnis zur Natur. „Stark sein, wie eine Eiche“ oder „zittern wie Espenlaub“, „einen in der Krone haben“, um nur einige Beispiele zu nennen.


Yggdrasil

YGGDRASIL

Yggdrasil, die Weltenesche, ist die Verkörperung der Schöpfung als Gesamtes: räumlich, zeitlich und inhaltlich. Er ist der Weltenbaum, weil er im Zentrum der Welt steht und alle Welten miteinander verbindet. Als Weltachse (axis mundi) verbindet er die drei Ebenen Himmel, Mittelwelt und Unterwelt. Als Himmelsstütze stützt er das Himmelsgewölbe. Die Edda nennt ihn auch den Massbaum. Die Welt reicht nur so weit wie seine Zweige und Wurzeln reichen und die Schöpfung besteht nur solange wie er besteht: ein Sinnbild der Raumzeit. Yggdrasil ist auch ein Sinnbild des Lebens an sich, und von Vergehen und Werden, der Wiedererneuerung des Lebens. Die Tiere am Baum nehmen von seiner Lebenskraft, die drei Nornen besprengen ihn mit dem heiligen Wasser des Urbrunnens und schenken ihm immer wieder neue Lebenskraft. Da Yggdrasils Leben sich immer wieder erneuert oder weil Yggdrasil immergrün ist, ist die Weltenesche auch ein Sinnbild der Unsterblichkeit. Durch Odins Selbstopfer wird Yggdrasil zum Opferbaum. Da Odin sich selbst am Baum aufhängt, um das geheime Wissen bei den Wurzeln Yggdrasils zu erlangen, kann man in Yggdrasil auch einen Wissensbaum sehen, über den man zum geheimen Wissen gelangt.

EPONA

Während die Bauern der Megalith-Kultur an erster Stelle die grosse Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin (Magna Mater) verehrten, scheint deren Bedeutung in der Eisenzeit deutlich abgenommen zu haben. Jedenfalls gibt es in West- und Mitteleuropa wesentlich weniger eisenzeitliche Funde von Figuren der Magna Mater als aus der vorangehenden Bronzezeit. Bei den Kelten scheinen bei jedem Stamm eigene Stammesgottheiten wichtig gewesen zu sein, Kenntnisse über die damit im Detail verbunden Vorstellungen haben wir aber nicht. Die Helvetier verehrten unter anderen Epona, die Göttin der Pferde.

Epona
Epona

 

Keltische Festtage

Der Lauf der Sonne und die Jahreszeiten bestimmten die Festtage der Kelten. Das Lichterfest (Imbolc) im Februar, das Fruchtbarkeitsfest (Beltane) im Mai, Erntedank im August und das Totenfest (Samain) im November. Dieses Fest war in der Bevölkerung so stark verwurzelt, dass die christliche Kirche ohne biblische Grundlage eigens die Feste Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) erfand, um den unausrottbaren Volksbräuchen wenigstens eine christliche Etikette anzuhängen.

  • 1.  Februar Lichterfest
    • Gefeiert wird, dass man nun dank der längeren Tage wieder ohne Kerzen auskommen kann.

  • 1.  Mai Fruchtbarkeitsfest
    • Eine Erklärung ist nicht von Nöten. 🙂

  • 1.  August  Erntedankfest
    • Ein mehrwöchiges Dankfest hatte an diesem Tag seinen Höhepunkt.

  • 1.  November Totenfest
    • Die Kelten glaubten an eine Form des Weiterlebens nach dem Tod.

 

Die Sonnenwenden

  • 2018
    • 21. Juni
    • 21. Dezember
  • 2019
    • 21. Juni
    • 22. Dezember
  • 2020
    • 20. Juni
    • 21. Dezember

Keltische Völker

Keltische Völker besiedelten ganz Westeuropa ein Ballungsgebiet war die zentrale Schweiz wo das keltische erst mit den Römern schwand.

  • die Helvetier (im Mittelland, ohne Alpen und Voralpen)
  • die Rauriker [Rauracher] (im Baselbiet und unmittelbar benachbarten Teil des Elsass)
  • vier kleinere keltische Stämme im Unterwallis
  • die Räter (ein nicht keltischer Stamm) im Tirol, am Vorder- und Hinterrhein, im Engadin, im Rheintal und am Walensee
  • die Lepontier im Tessin nördlich des Monte Ceneri

STÄMME IN DER SCHWEIZ

 

KÖNIG NUR FÜR AUSSENPOLITIK

Der Fürst oder König war nicht wie in anderen Kulturen Heerführer, Gesetzgeber und Richter, sondern nur für die „Aussenpolitik“ (mit diplomatischen und militärischen Mitteln) zuständig. Er hatte jedoch die Macht, den einzelnen Sippen Land zuzuteilen, Partner zu vermählen und konnte im Gegenzug bei Bedarf Kriegsdienstleistungen von den Sippen erwarten. Das Königsamt war nicht erblich, wer dazu gewählt werden wollte, musste aber einer königlichen Sippe entstammen.

BARBARISCHE SITTEN

Die Sitten waren rauher als heute, dies allerdings nicht nur bei den Kelten und Germanen sondern auch bei den Mittelmeer Völkern, die sich soviel auf ihren zivilisatorischen Vorsprung einbildeten. Insbesondere kann hier nicht verschwiegen werden, dass mit einer Ausnahme alle damaligen Völker in Europa und Kleinasien davon überzeugt waren, dass ihre Götter günstig gestimmt werden müssten, indem man Tiere und auch wehrlose Menschen tötete und so den Göttern „opferte“.

Druiden

DRUIDEN

Das Wort Druide setzt sich aus dem keltischen Wort für „stark“ oder „super“ und dem Wort „sehen“ zusammen, bedeutet also „Ober Seher“. Somit dürften die Hauptaufgaben der Druiden darin bestanden haben, die Zukunft vorherzusehen und die Ursachen von Krankheiten zu ergründen. Damit hatten sie einerseits Einfluss auf die Politik, andererseits versuchten sie als „Medizinmänner“ ihre Patienten mit einer Kombination von Ritualen (Behandlung der Psyche) und Heilkräutern (Medikamenten) zu heilen. Heute würde man das Grundprinzip ihrer Heilmethode als „ganzheitliche Medizin“ bezeichnen, die immer den Körper und die Seele als Ganzheit betrachtet und behandelt. Da die Druiden davon überzeugt waren, dass ihr Wissen nur im lebendigen Vollzug richtig weiter gegeben werden konnte, schrieben sie nichts davon auf (obwohl die Kelten die griechische Schrift durchaus kannten und auch häufig, zum Beispiel auf Grabinschriften, bei Handelsgeschäften usw. benutzten).

Ornament

Die Druiden gaben ihr Wissen an sorgfältig ausgewählte Schüler weiter. Mit dem Untergang der keltischen Kultur ging dieses weit gehend verloren. Schriftliche Berichte gibt es nur aus griechischen und römischen Quellen, die von Vorurteilen geprägt. Kelten gleich Barbaren ist somit mit Vorsicht zu betrachten. Zuverlässig überlieferte Details kennen wir also heute nicht mehr. Eindeutig überliefert ist jedoch, dass die Stellung der Frau in der keltischen Kultur einen hohen Stellenwert innehatte.